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29.04.11 |
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Saison 2011/I Fischers Teamtest Frühere Folgen: Spirit of Pele, Kastanie, Tipp Kick Reide, Ente Lippens, Fanatic Soccers, New Globes, RW Lohausen, Abwärts, Formentera Flyers, Freistaat Zeit, Null Null, Eintracht Unglaublich, Kittelbach Steamers,
Heute (letzte) Folge 14: AC Flamingo … ist dabei seit 1989/II / … bestreitet seine 43.te Saison / … belegt den 6.ten Platz in der ewigen Tabelle Der AC Flamingo ist aus den Trümmern der 1986/I groß angekündigten „Sharks“ entstanden. Jener Truppe, der es immerhin mal gelungen war das schier übermächtige DAF-Team der Forstbach-, Lange- und Ljubica-Brüder bei deren eigenem Turnier zu bezwingen, was zu bösen Verstimmungen geführt hat. Ansonsten galten die Sharks nicht ganz zu Unrecht als Schönwetterfußballer, die nie mit den Widrigkeiten des damaligen Drittligaspielorts, dem Diakonieplatz klar gekommen sind. Dort konnte man nur bestehen, wenn man sich nicht auf das Zählen der Beinschüsse konzentrierte, sondern darauf, spätestens bei der Platzwahl passende Antworten auf die Fragen des Schiedsrichters („Zuerst bergauf oder bergab bzw. mit oder gegen die Flut?“) parat zu haben. Nach zwei Jahren ohne nennenswerte Höhepunkte mussten Ende 1988 die Segel gestrichen werden als man sich nicht mal mehr aufraffen konnte das Abstiegsrelegationsspiel gegen ein gewisses Melmac-Team zu bestreiten. Zur übernächsten Saison (89/II) stiegen die Kapitäne Oliver Weyergraf und Jörg Hoffmann nach erfolgreicher Qualifikation unter dem Namen Flamingo in Liga 2 neu ein. Was zunächst aufgrund des annähernd gleichen Personals wie alter Wein in neuen Schläuchen daherkam, funktionierte plötzlich und war der Beginn einer nun mehr seit über zwei Jahrzehnten andauernden Erfolgsgeschichte. Auch wenn es der ein oder andere im Flamingo-Lager nicht gerne hört, aber man könnte ruhigen Gewissens beide Teams in der ewigen LL-Tabelle zusammenfügen, wodurch sich der Abstand auf Rheinwiese deutlich verkürzen und der ACF in einem Jahr zur All-Time-No.5 avancieren würde. Auch Oscar-Preisträger Sylvester Stallone hat sich irgendwann nicht mehr für seine Anfänge als Pornodarsteller in Bocky geschämt…J Der Weg zum dreifachen Super-Bowl-Sieger war weit und steinig. Noch Ende der 90er Jahre galt der Trupp als Arminia Bielefeld der Lohausenliga. Für die erste zu schwach und für die zweite zu stark. So trug man sich zunächst als Rekordabsteiger in die Geschichtsbücher ein (oder vice versa als Rekordaufsteiger wenn man es positiv sehen möchte). Der unumstrittene Star des Teams war und ist Allrounder Jörg Hoffmann, einer der drei besten und beständigsten LoLi-Spieler der letzten 20 Jahre. Er ist der „Auserwählte“, denn er ist - laut Kapitän Martin Voigt – „der einzige noch aktive Spieler, der seit dem ersten ACF-Spiel dabei ist und allein er weiß, warum die Mannschaft so heißt, wie sie heißt“. Der immer noch bienenfleißige und dynamische Hoffmann (44) war ein Junge, der abgeklärt wie ein Mann Fußball spielte, und ist jetzt ein Mann, der frisch wie ein Junge spielt. Da es für die Jugend der Welt bekanntlich nie zu spät ist, wird die angestrebte Halbfinalteilnahme durchaus realisierbar sein. Die Flamingos waren zwar „nur“ 3x Meister (2002/II, 2005/I, 2009/I), hätten aber aufgrund ihrer Spielstärke mehr Titel einheimsen müssen. Wenn sie ins „rollen“ kommen, sind sie wie eine perfekt geölte Maschine, die durch fast nichts aufzuhalten ist. Es sei denn, es bricht ein kleines Rädchen raus, dann gerät der Motor ins Stottern. Immer wieder ist dieses Phänomen bei Flamingo zu beobachten wenn Trupps wie Globes oder Abwärts mit Härte dagegenhalten. Da setzte es zuletzt empfindliche Niederlagen (2010/I im Finale 0:6 gegen die Globes) und unlängst im Viertelfinale mit 1:3 gegen Abwärts. Bei letzterem Spiel ist man gänzlich ohne Auswechselspieler angetreten!!! Das war schon ein äußerst ungewöhnlich böser Faux Pas für das ansonsten von Martin Voigt perfekt organisierte Team. So war ein Ausscheiden vorprogrammiert, denn Abwärts hatte es – wie so häufig wenn es um alles geht - geschafft seine Spitzenkräfte zu mobilisieren. Die Stammbesetzung ist nahezu unbezwingbar, aber dahinter fängt schon bald die Diaspora an. Vom 2010er Aufgebot waren mir nur 12 (!) Spieler persönlich bekannt. Und gerade im Hinblick auf die tickende biologische Uhr und das durch die neuen Auswechselmöglichkeiten zunehmende Spieltempo muss Flamingo dringend den zweiten Anzug aufhübschen. Dass man sich dieser Problematik bewusst ist, legt Martin Voigts Kommentar nahe, der es als Flamingos größten Erfolg ansieht, dass man es „immer noch schafft eine Mannschaft auf Feld zu bringen“. Es ist schon faszinierend und muss auch mal lobend erwähnt werden, dass mit Hoffmann (330 von 371 möglichen Spielen seit 1989), Martin Voigt (270), Kai-Uwe Hunger (230), Stephen Sunderdiek (180) und Klaus Fölting die spielentscheidenden Akteure fast immer an Bord sind. Klaus Fölting ist noch eher eine Sternschnuppe im Flamingo-Universum, allerdings nur aufgrund der Tatsache, dass er erst seit einigen Saisons mitwirkt. Ansonsten ist er ein überragender, vor Selbstvertrauen nur so strotzender Stürmer. Sein Selbstbewusstsein geht sogar soweit, dass er die Chuzpe besitzt im azurblauen Italien-Trikot aufzulaufen. Vom Aussehen und professioneller Spielweise wäre ihm allerdings auch jederzeit zuzutrauen, dass er 2010 im WM-Kader des vierfachen Weltmeisters gestanden hat. Gegen Abwärts ist er aber genauso untergegangen wie „seine“ Italiener in Südafrika. „Ansonsten“ ist der ACF frei von Egoismen und Allüren. Alle sind sehr mannschaftsdienlich veranlagt und wissen, dass ihre individuelle Klasse nur zum Tragen kommt, wenn das Kollektiv funktioniert. Ohnehin ist man eines der intelligentesten Teams. Rechtsanwälte wohin man blickt, deren ausgeprägter Gerechtigkeitssinn auch im Nordpark immer wieder durchschlägt. Das erinnert ein wenig an unsere Fortuna Anfang der 90er Jahre, die seinerzeit über die höchste Abiturientenquote der Bundesligageschichte verfügte. Damals zeigte sich, dass zu viel Intellekt dem sportlichen Erfolg auch im Weg stehen kann. Nicht so bei Flamingo. Dass ein gut aufgeräumtes Oberstübchen durchaus auch von Vorteil sein kann, weiß man ja nicht erst seit Christoph Daums These, nach der ein klarer Kopf wie ein drittes Bein sein kann. Flamingo gilt somit als Paradebeispiel einer Mannschaft von Dreibeinigen, die wohl auch ein zufällig vorbei kommendes Thermometerhuhn oder Evel Knievel nahtlos in ihr Spielsystem integrieren könnte. Dass bei Menschen mit überdurchschnittlicher Intelligenz und Gerechtigkeitssinn seelische Wunden sehr schlecht verheilen belegt das Lamento über eine ungerechte Bestrafung von vor 14 Jahren, die als größter Skandal in die eigene Chronik eingegangen ist: „Unser Zwangsabstieg nach der Saison 1997/II wegen des einmaligen Nichtstellens von Schiedsrichtern (nachdem wir spielerisch nach der Vorrunde Tabellenerster geworden waren) versehen mit dem Kommentar in den LL-News (März/April 1998): Unter sportlichen Aspekten ist der Verlust für die 1. Liga durch die Mannschaft, die noch nie Meister war, sich aber in der 2. Liga schon dafür hält, jedenfalls nicht ganz so groß.“ Fazit: So ganz sicher weiß man nicht, wo die Reise der Flamingos hingeht. Normalerweise ein heißer Anwärter auf Platz 1 in Gruppe B, wäre da nicht immer noch der peinliche Viertelfinalauftritt im Gedächtnis verankert. Zudem greifen Voigt & Co. als letztes Team ins Geschehen ein (1. Mai) und spielen fortan im Wochenrhythmus. Das verkraftet auch nicht jeder. Auch wenn Restzweifel bleiben und es bestimmt mindestens eine überraschende Vorrundenniederlage geben wird, dürfte man zum Topduo gehören und auch im ersten Play-off-Spiel die Abwärts-Scharte ausmerzen. Für den 9. Juli kann man aber schon mal getrost die Flüge Richtung Süden buchen. Es sei denn, man möchte als Zuschauer dem Finale beiwohnen. Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Frühere Folgen … ist dabei seit 1980/II / … bestreitet seine 61.te Saison / … belegt den 2.ten Platz in der ewigen Tabelle Ein Text über die Steamers muss beginnen wie ein Märchen. Mit dem Satz: Es war einmal… Es war einmal das non-konformistischste Team im LoLi-Fußball. Es war einmal das Team der größten Kampfmaschinen und es war einmal das Team mit dem wundervollsten Happy End (Meisterpremiere mit 25 Jahren Anlauf). Jetzt ist es das größte Sorgenkind, das die Lohausenliga derzeit zu bieten hat. Ein Vierteljahrhundert sind die Unterrather dem Super Bowl hinterher gehechelt, fast an den Nackenschlägen verzweifelt, haben aber mit dem großen Ziel vor Augen jede Krise gemeistert und sind, angeführt von einem alles überragenden Michael Feder, mit einem hochdramatischen und emotionalen Titelgewinn 2005/II dafür belohnt worden. Der gebürtige Franke Feder ließ seine Kontrahenten ebenso schlecht aussehen wie Jonathan Akpoborie am 10.08.1996 im Erstrunden-DFB-Pokalspiel zwischen seinem FC Schweinfurt und Hansa Rostock. Beim 5:2-Sieg des damaligen Bundesligisten blieb der nigerianischen Torjäger selbst ohne Treffer. Der Grund dafür hieß Michael Feder! Durch die Meisterschaft musste man zwangsläufig das lange Zeit selbst gepflegte Image des sympathischen Verlierers ablegen. Die Steamers waren nach ihrem jahrelangen Marsch durch die Institution Lohausenliga endlich da angekommen, wo sie nach ihrem eigenen Selbstverständnis immer hingehört haben: Ganz oben. Und das absolut verdient und jeder hat es ihnen gegönnt. Aber seitdem hat sich das schleichende Gift der Zufriedenheit breit gemacht. Schaum vorm Mund und Killer-Instinkt sind abhanden gekommen. Mit dem Erreichten und der Gewissheit dies wohl niemals wiederholen zu können, besteht die Gefahr, dass die nächste veritable Krise das stolze Dampfboot versenken wird. War die Jagd nach dem Titel der Kitt, der das Gefüge zusammengehalten hat? Fast scheint es so. Aber die Kittelbacher haben schon einige Durchhänger gehabt und bislang alle gemeistert. So hat sie beispielsweise ein gemeinsames Frühstück im Herbst 1988 vor dem erstmaligen Abstieg aus der 1. Liga gerettet. Die Frage muss erlaubt sein, wie ein Befreiungsschlag aussehen muss, wenn die Krise erst mal zum Dauerzustand ausgeufert ist, so wie es gegenwärtig der Fall zu sein scheint. Moral und Zusammenhalt waren 30 Jahre lang beispiellos. Wer einmal in der KBS-Clique drin war, kam nicht mehr raus, auch wenn er es sehnsüchtig wollte. Es gab Steamers-Feten, den Steamers-Cup (zu dem übrigens Null Null nie eingeladen wurde, warum auch immer), Steamers-Dynamite, Steamers-Spanferkel und die hauseigene Postille, den Steamers-Meilenstein. Und einer der ganz großen Meilensteine für die Ligakultur war immer Kittelbach selbst, und das nicht nur sportlich. Man denke nur an die Ligazetta, die zahlreichen Beiträge und Kolumnen von Frieder Feldmann und Jochen Spies in Sport&Humor. Auf Blues-Brothers-Look-alike-Wettbewerben räumten die Steamers deutschlandweit immer die ersten Plätze ab. Als die Liga 1990 aus allen Nähten zu platzen drohte, organisierte man einen eigenen Satz Tore, der im Keller der Familie Feldmann lagerte und konnte so die Rheinwiese als Ausweichspielort anbieten. Allerdings war das die Höchststrafe, denn die Tore waren so bleischwer, dass immer die gesamte Mannschaft mit anpacken musste (vgl. Teambuilding) und in der Mitte hing die Latte seltsam durch. Großgewachsene Torleute bekamen so im Eifer des Gefechts unfreiwillig die eine oder andere (Hinter-)Kopfnuss verpasst. Das Konstrukt erinnerte in seiner Geometrie wohl nicht ganz zufällig an die Frisur von Gabriele Krone-Schmalz. Jochen Spies, Feldmann und die Schultes waren zwar sozial-altruistisch veranlagt und als moralische Instanz anerkannt, aber vor den Perlick-Brüdern und Peter Mengeringhausen, die nie im Verdacht standen Ehrenmitglieder beim Fähnlein Fieselschweif zu sein, zitterte die ganze Liga. Wer es als Schiri wagte bei Rainer Perlicks unvermeidlichen Faustballeinlagen im eigenen Strafraum alternativlos auf den imaginären Elfmeterpunkt zu zeigen, der bekam sofort vom guten Rainer einen Einlauf verpasst, von dem er sich Zeit seines Lebens nicht mehr erholt hat. Aber da musste man durch, das gehörte zum menschlichen Reifungsprozess dazu. Unvergessen auch Feldmanns 29.ter Geburtstag (1995) als Thomas Perlick nachts aus dem Taxi torkelte, seinen Namen auf die Cecilienallee pinkelte und dabei schrie: „Wo ist der Andrees, dieses Schwein?“ Besagter Christoph Andrees hatte die Festgesellschaft bereits verlassen - zum Glück! Da brachen sich wohl Enttäuschung und Wut über diverse (Halb-)Finalniederlagen gegen Abwärts Bahn. Undenkbar wäre solch ein Verhalten bei Jörg Mengeringhausen, dem Muster an Beständigkeit. Der gute Jörg ist quasi der Volkswagen unter den LoLi-Spielern. Er läuft und läuft und läuft. Bereits 1994 avancierte er zum Rekordspieler mit damals 208 Erstligaeinsätzen. Wie viel mögen wohl in der Zwischenzeit dazugekommen sein, denn der unermüdliche Jörg ist noch immer am Ball? Als Bundesligakolumnist würde man an dieser Stelle jammern, dass es solche echten Typen heutzutage nicht mehr gibt und vor allem Kittelbach hat der Liga immer wieder diese Typen geschenkt! Es war sehr schmerzhaft Giganten wie Excelsior, Rheinwiese, Moffa Gang oder Fortuna Derendorf verloren zu haben. Mit KBS verhält es sich ebenso wie mit Tipp Kick, Abwärts, Fanatic und Rot Weiß. Alle sind echte Marken, eigentlich unersetzbar und verkörpern die großen Werte des Lebens: Ausdauer, Beharrlichkeit, Respekt, Kampfgeist, Solidarität und am wichtigsten: Freundschaft. Wie vom Aussterben bedrohte Tierarten müssen sie gerettet werden, notfalls mit Hilfe von außen oder aus den eigenen Familien. Von dort naht bereits Hilfe: Vater Frieder Feldmann, der bis vor kurzem selbst noch „der Neue“ war, weil er „erst“ zwei Jahre nach Gründung hinzugestoßen ist, hat seinen Sohn Tim (14) als Stabilisator der anfälligen Defensive eingeplant. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, wie Kapitän Frieder seinem Filius das Engagement schmackhaft gemacht haben dürfte. Das ganze wird in Anlehnung an den Film „Der Pate“ ungefähr so abgelaufen sein: „Ich übergebe Dir das Ruder, mein Sohn! Die Zukunft von Kittelbach liegt in Deiner Hand. Es gibt ein paar Lebensregeln, nach denen ich mich immer gerichtet habe. Jeder Mann kann Erfolg haben, wenn die Umstände günstig sind. Der Mann, der Not überwindet, ist der wahre Sieger. Wenn die Lage am hoffnungslosesten erscheint, denk‘ an Dein Erbe, hör‘ nie auf zu kämpfen und lass Dich nie unterkriegen. Der Name Kittelbach Steamers darf mit Dir oder mir nicht aufhören zu existieren.“ Fazit: Nicht nur aus dem Auge eines Spanferkels betrachtet sind die Kittelbacher der größte Problemfall der Liga. Kapitän Feldmann, ein Mann mit dem Hirn von der Größe eines Planeten, ist zum Opfer seiner eigenen Kreativität geworden. Aufgrund seiner Kompetenz übt er im realen Leben drei Jobs aus. Für einen vierten (LL-Kapitän) bleibt da verständlicherweise einfach keine Zeit. Zumindest nicht, wenn man einen gewissen Qualitätsanspruch an sich stellt. „Der Neue“ benötigt also dringend einen geeigneten Co-Kapitän, der ihm die Organisation abnimmt. Die kurzfristigen Absagen, die mittlerweile leider bei Kittelbach Usus geworden sind, sorgen nicht nur im eigenen Lager für Frustration sondern auch beim sportlichen Opponenten für Verstimmung und zusätzliche Arbeit. Lohausenliga bedeutet zwar an Bewährtem und Vertrautem festzuhalten, heißt aber auch Veränderung. Es mag unbequem und verletzend sein, gesagt zu bekommen, dass man, wenn man sich organisatorisch nicht neu aufstellt, den Karren an die Wand fährt, aber auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn man den mal getan hat, ist der Rest gar nicht so schwer. Sich aufzuraffen ist immer das Schwierigste, wenn es darum geht, etwas Schmerzhaftes zu beginnen. Von da an wird der Weg immer kürzer und das Ziel rückt stetig näher. Erste Schritte können Meilensteine sein, die ein Leben prägen. Ein jeder kommt manchmal in Situationen, an denen sich der Weg gabelt und er sich für eine Richtung entscheiden muss. Es wird spannend sein zu beobachten, ob der Kittelbach an dieser Gabelung kraftlos Richtung Tabellenende oder wie ein reißender Fluss ins gelobte Land (Viertelfinale) weiterströmen wird. In der Besetzung Leistenschneider, A. Schulte, Hageschulte/T. Feldmann, J. Mghausen, P. Mghausen, Feder, Schulz/F. Feldmann wär man immer noch ein mächtiger Player im LL-Business und heißer Play-off-Kandidat. Aber ob man es schaffen wird, überhaupt ein einziges Mal in dieser Konstellation aufzulaufen, muss bezweifelt werden. Schön wär’s und dann spendiere ich zu Ostern Krokanteier all night long! Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Den Abschluss unserer kleinen Saisonvorschau bildet das Team, dass mal Arminia Bielefeld der Liga war… Folge 12: Eintracht Unglaublich … ist dabei seit 2001/II / … bestreitet seine 19.te Saison / … belegt den 26.ten Platz in der ewigen Tabelle Das schreibt die Eintracht: Der Ligakenner ist sich noch unsicher, ob er beim Befruchtungsprozeß von Alt und Jung Zeuge sein möchte, gibt aber folgende Einschätzung ab: Auch bei der Eintracht wird man online auf unterhaltsame, selbstironische Weise mit den aktuellsten Informationen rund um die Gelb-Grünen Heroes versorgt: www.eintracht-unglaublich.com Fazit: Das aller-unglaublichste an der Eintracht ist deren aktuelle Verletzungsmisere. Dem knallharten Vorbereitungsmarathon fiel ein Leistungsträger nach dem anderen zum Opfer. Zum Saisonstart bevölkern nicht nur Ingo Henkel (Meniskus) und Reza Kaschani (Achillessehnenriss) das prall gefüllte Lazarett. Vor allem die Knieverletzung von Torwartkatze Günter ist eine herbe Schwächung, denn zum einen gehört der gute Christoph zu den besten seiner Zunft und zum anderen ist dem Ligakenner kein gleichwertiger Ersatz bekannt. Ein Kandidat wäre Jasmin Krvavac gewesen, der sich aber direkt bei seinem Torwart-Debüt die Hand brach. Wir wünschen allen Betroffenen baldige und gute Genesung. Trotz der Sorgen ließen EU mit Remis in Testspielen gegen Spirit (3:3) und die Flyers (5:5) aufhorchen. Gegen Null Null hingen die Trauben ein wenig zu hoch (3:5). Dafür gab in diesem Spiel ein Wiedersehen mit Andreas Mühle, einem der besten Ligaspieler aller Zeiten (Dynamo, Tipp Kick), der sich seit 20 Jahren mit lädierten Knien rumplagen muss, aber dennoch an diesem Abend auf dem vom Regen durchtränkten, hauseigenen Kunstrasenplatz eine sehr gute Figur abgegeben hat. Ein echtes Liga-Comeback bei EU hat Andreas aber nicht geplant. Eigentlich schade! Nachdem man sich vor Jahresfrist zum Top-Team gemausert hatte, kam der Absturz in 2010/I (Platz 5, vier Niederlagen, ein Sieg gegen RWL) überraschend. Das Potenzial für die K.o.-Runde ist da, aber ob es auch abgerufen werden kann, bleibt die große Frage. Beim 4:0-Pflichtsieg zum Auftakt gegen den Freistaat haperte es vor allem bei der Chancenverwertung. Das sah im Testspiel gegen denselben Gegner (mindestens 12:0) noch viel besser aus. Zwischen Platz drei und fünf ist alles drin. Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Die nächste Folge widmet sich DEM Krisenteam der Liga. Folge 11: Null Null Classic 69 … ist dabei seit 1986/II / … bestreitet seine 49.te Saison / … belegt den 11.ten Platz in der ewigen Tabelle No Country For Young Men Eichhörnchen ehrenhalber Skurrilität als treuer Weggefährte Meister zum Jubiläum? Zu wenig Einbeinige am Start Nr. 11 lebt! The Next Generation Die Mischung macht‘s Fazit: Unser Ziel kann es momentan nur sein in der Vorrunde eine möglichst optimale Punktausbeute zu erzielen um uns generell und mit viel Selbstvertrauen ausgestattet für die Play-off-Spiele zu qualifizieren. Das wird schon schwer genug angesichts der starken Gruppenkonkurrenz. Zwischenzeitlich schien es als sei unser einziges „Sorgenkind“ das Tor, das uns bei jedem Aufbau mit neuen, fröhlichen Zischgeräuschen überraschte, doch in der Vorbereitungsphase schlug das Verletzungspech zu. Leider bedeutet Chris Büssens neuerlicher Bänderriss einen herben Rückschlag beim Erreichen des gesteckten Saisonziels. Auch Charlie Tannhäusers Hüftbeugermuskel ist noch nicht wieder in Top-Verfassung. Dafür möchte der Coach wieder angreifen und auch mal wichtige Tore zu Siegen beisteuern. Doch erfahrene Dirk-Fischer-Beobachter wissen: Seine guten Vorsätze (Marathon-Jogging in der Vorbereitung; Zweikämpfe gewinnen im Spiel) sind nichts anderes als seine kläglich gescheiterten Versuche nach 20 Jahren Pause wieder mit dem Alkohol anzufangen - eine schöne Idee, aber immer kommt was dazwischen. Ach übrigens: Danke Puschi! Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Weiter geht es in Folge 12 mit dem Team, das seine Gegner immer auf schlecht beleuchtete, regennasse Kunstrasenplätze locken möchte … … ist dabei seit 2011/I / … bestreitet seine 1.te Saison / … belegt den 68.ten Platz in der ewigen Tabelle Wenn zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander prallen … … versuchen sie entweder sich flux zurück in ihre Umlaufbahn zu begeben oder es macht einfach zoom und das war‘s dann, dann ist es für immer! Wie das bei der „Kollision“ des am 28.06.2007 gegründeten Freistaats und der 30 Jahre älteren Lohausenliga war, kann noch nicht abschließend beurteilt werden, aber ein erfolgsversprechender Anfang ist gemacht. Das war nicht unbedingt selbstverständlich, denn der Weg, den der Freistaat bis zu seinem Ligadebüt zurücklegen musste war einsam, lang und steinig. Zunächst war das Team in der Uniliga aktiv, blieb dort aber sieglos und holte lediglich drei Remis aus 10 Spielen bei 2:28 Toren. Als man „keine Lust mehr hatte zusammengetreten zu werden“ reichte man seinen Rücktritt ein. Über den Suchbegriff „Kleinfeldliga Niederrhein“ googelten sich FSZ schon beinah Richtung Lohausen, obwohl man selbst völlig ortsfremd ist. So schickte Kapitän Tobias Waldvogel bei der ersten Kontaktaufnahme noch folgenden unverschlüsselten Hilferuf über den Äther: „Wir waren noch nie in Lohausen und wissen nicht genau wo das ist.“ Immerhin konnte dann doch noch der Weg in den Nordpark irgendwie ausfindig gemacht werden, denn beim Spiel Abwärts gegen Null Null (2:3) trat man als Zuschauer in Erscheinung, überraschte dann aber mit dem Abschied zur Halbzeitpause, den man mit der verblüffenden Aussage: „Euer Spiel ist uns zu langweilig. Das andere (Tipp Kick-Ente Lippens 6:3, die Red) hat uns besser gefallen“ begründete. Ein umstrittenes Urteil, denn der Ligakenner war sich einig, beim Classico zwischen dem Alt- und dem Noch-Nie-Meister allerhöchstes Liganiveau geboten bekommen zu haben. Möglicherweise war der Verzicht auf die zweite Halbzeit aber auch eine glückliche Fügung des Schicksals, denn das dort Dargebotene hätte das auf fairen und respektvollen Umgang bedachte Team arg verschrecken können (Stichwort: Blut am Pfosten/Weinende Männer). Dennoch war der Freistaat weiterhin wildentschlossen sich ohne Fallschirm und doppelten Boden kopfüber in das Abenteuer Lohausenliga zu stürzen. Jetzt galt es nur noch das letzte Hindernis aus dem Weg zu räumen: Die Organisation eines eigenen Tores. Der Einzelpreis (400 €) schreckte zunächst ab, zum Glück konnte auf die Krähenacker-Konkursmasse verwiesen werden. Als das geplante Freundschaftsspiel mit Null Null näher rückte, gab es diesbezüglich aber immer noch keine Erfolgsmeldung, stattdessen hieß es: „Nein wir haben kein Tor, weil von der Liga keiner antwortet, weil der Herr, der die Tore damals besorgt hat nicht antwortet und weil Krähenacker nur eine Antwort gegeben hat, in der stand, dass sie später antworten werden, was sie nicht taten.“ Es war also weiterhin Hartnäckigkeit vonnöten, die dann am 28.01.2011 mit der inoffiziellen Premiere beim Testkick gegen Null Null belohnt wurde. Dass sie durchaus talentiert sind, bewiesen die Jungs zumindest schon mal als sie das kurz zuvor dann doch von Erik Huthmann erworbene Tor - ohne Anleitung - schneller aufgebaut bekamen als der 00-Trupp seins. Im Spiel zog man dann aber klar und deutlich mit 2:9 den Kürzeren. Dabei zeigte sich, dass man zwar relativ jung (25-30 Jahre), sportlich-fair, motiviert und sehr sympathisch ist, es aber an jeglichem taktischen Verständnis, an Disziplin und Abgeklärtheit mangelt. Dafür verlor man mit Anstand. Kein Gemecker, keine Unsportlichkeiten. Eben so wie echte Sportsmänner. Dass man aber anscheinend das Ende der Lehrstunde kaum erwarten konnte, bewies eine Begebenheit kurz vor Spielende. Als nach 60 Minuten die Luft aus dem einen Tor entwich, fragte FSZ-Kapitän Tobi in der Reanimationspause: „Sollen wir nicht an dieser Stelle aufhören und einfach so weiterspielen?“ Ich frag‘ mich bis heute, wie er das gemeint hat und worin der Unterschied zwischen weiterspielen und einfach so weiterspielen bestand! Nach dem Debüt gab sich das unkonventionelle Team äußerst selbstkritisch: „Der Trainer nimmt die Schuld der hohen Niederlage auf sich. Ich habe die Mannschaft nicht erreicht als es um die Aufstellung ging. Auf dem Feld hat jeder gemacht was er wollte. Es war klar das 00 besser ist (Ach ja?, die Red.), aber dann darf man erst recht nicht seine Defensivaufgaben vernachlässigen." Nun gut, die Geburtswehen waren somit abgehakt, der Point of no return überschritten und spätestens mit der Feuertaufe beim Kulturschock Terminsitzung gab es kein Zurück mehr. Das Fazit von Kapitän Waldvogel liest sich beinah gänzlich unromantisch: „Auch wenn es am Anfang der Lohausenligasitzung zuging wie an der New Yorker Börse, so gab es am Ende doch noch ein paar warme Worte: Willkommen in der Lohausenliga." Wenn der Freistaat sich wirklich über Jahre in der Lohausliga halten sollte, dann haben 10 tapfere Recken am 27.03.2011 FSZ-Geschichte geschrieben. Dennoch: Wegen der Umstellung auf die Sommerzeit kamen einige (!) nicht pünktlich zum datierten Anstoß. Solche Auswüchse gehören wohl einfach noch dazu. Wegen des Gedenkgottesdienstes für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan konnte man direkt sein Improvisationstalent beweise und auf die Rheinwiesen ausweichen, da spitze Jubelschreie verständlicherweise im Nordpark nicht willkommen waren. Mit dem Ergebnis beim 0:4 gegen Eintracht Unglaublich war man zufrieden, gelang es doch die Schmach aus dem Freundschaftspiel (ca. 0:12) zu tilgen, was im eigenen Spielbericht sehr selbstironisch kommentiert wurde: „Und das obwohl man nur auf 2 Positionen gewechselt hatte. Im Sturm hatte man sehr viel Pech. Mindestens ein Ehrentreffer wäre verdient gewesen. Aber auch EU ließ viele Chancen liegen, da unsere Abwehr oft zu ungeordnet war. Das Wetter war aber so schön, das man nach der LL-Premiere noch 2 Stunden Training hinten dran hing. So kamen dann auch wir zu unseren Toren.“ Dass man bei dem – im positiven Sinne - verrückten Haufen ehemals staatenloser Fußballer auch weiterhin auf alles gefasst sein muss, kann man einem weiteren Spielbericht auf der unterhaltsamen und informativen Homepage www.freistaat-zeit.de entnehmen: „Es kamen mal wieder nicht alle pünktlich, einer sogar gar nicht. Von einer Mannschaft war auch heute mal wieder nichts zu sehen. Keine Pässe, keine Torschüsse, keine Disziplin, kein Kampf und kein Teamspirit. Es mag an den vielen Verletzungen liegen oder an fehlenden Leistungsträgern oder daran, dass mal wieder ein anderer zusammen gewürfelter Haufen den Staat vertrat.“ Es gibt ein weiteres Merkmal, dass den Neuling von seinen Brüdern im Geiste Juventus Essen, Bacchus Allstars oder Olympique Rührei unterscheidet: Der Freistaat wird der Liga erstmals eine weibliche Note schenken, die es so in diesem Ausmaß noch nicht gegeben hat. Der Ligakenner erinnert sich höchstens an das gescheiterte Experiment mit der Brombären-Torfrau vor gut zwei Jahrzehnten. Der Freistaat gibt sich mit solchem Kleinkram gar nicht erst ab und plant die totale Revolution und damit nicht weniger als ein Aufbrechen der strukturkonservativen geschlechtsspezifischen Rollenverteilung in unserer Liga. Nichts wird mehr so sein, wie zuvor, denn sechs junge Frauen scharren mit den Fußnägeln und können ihren Einsatz kaum erwarten: Sandra R. - Ihres Zeichens fehlerfreie Abwehrspielerin, Fairplaypokal-Siegerin und Gesundheitsministerin des Staates. Sandra W. - Großes Mittelfeldtalent, das nach mehr Einsätzen lechzt. Nebenbei Paparazzoministerin. Ina - Sie gilt als torgefährlich und soll die Fäden im zentralen Mittelfeld ziehen. Logischerweise deshalb auch Partyministerin. Gesa - Das "Crazy Woman" des Teams, mit viel Erfahrung in der Abwehr. Manu - Frischgebackene Hüttengaudimeisterin. Sie sieht sich selbst in der Manndeckung, wo eindeutig ihre Stärken liegen und last but not least: Britta alias Foxy Danger, der heimliche Star, obwohl man das bei einer Folienwurstministerin kaum glauben mag. Man hört, sie sei wie Koks - hell, teuer und zerstörerisch. Wo sie ist wird‘s gefährlich! Leider ist der Fanliebling in letzter Zeit öfters bei Werbeterminen. Wofür sie wirbt bleibt offen, ihre persönlichen Ziele sind dagegen klar definiert: Sie strebt nicht weniger als die Weltherrschaft an. Hier muss man wohl wirklich aufpassen. Jedoch signalisiert Foxy selbst vorsichtig Entwarnung: „Ich bin eigentlich ganz lieb…Wie war das doch gleich: Ich beiße nicht… - jedenfalls nicht feste!“ Fazit: Die Jungs und Mädels vom Volksgarten sind ein erfrischender Haufen, der bislang von Turnier zu Turnier eilte und jetzt in der besten Liga der Welt heimisch werden möchte. Bei den Turnieren wurden auch schon mal Trupps, wie „Die gelben Engel“ 6:0 abgeräumt. Da fragt man sich, wie schlecht die erst sein müssen. Dass man sich seiner eigenen Stärken (bzw. Schwächen) bewusst ist, beweist die ungewöhnlich bescheidene Selbsteinschätzung: „0 Punkte, aber nicht 0 Tore. Keine Karten und ganz viel Spaß.“ Bei diesen Aussichten fällt es schwer ein realistisches Saisonziel zu formulieren, dem Freistaat ist das trotzdem gelungen, denn man möchte nicht mehr und nicht weniger als „Meister der Herzen!“ werden. Der Respekt vor übertriebener Härte ist überdeutlich. German Angst light sozusagen. Aber wenn man erst mal den 16. April und das Spiel gegen Abwärts überstanden hat, wird nicht mehr viel passieren. Das große Manko: Die Stürmer präsentierten sich bislang so gefährlich vor dem Tor wie Koalabärchen im Eukalyptusrausch. Man muss nicht der Eismeerfischer Johansson (berühmter Untergangsprophet) sein um dem Freistaat deftige Niederlagen vorherzusagen, aber Tobias Waldvogel & Co. haben bekräftigt, dass ihnen das bewusst ist, sie damit umzugehen verstehen und einfach nur miteinander Fußball spielen wollen. Ich finde diese Einstellung bewundernswert (haben wir nicht mal alle so angefangen?) und sage (hoffentlich) im Namen aller Kapitäne und Teams: Herzlich willkommen in der Lohausenliga! Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Als nächstes wenden wir uns dem Alt-Ligisten zu, bei dem die chronische Erfolglosigkeit der Vergangenheit angehören soll. Folge 9: Die Formentera Flyers … sind dabei seit 1989/I / … bestreiten ihre 44.te Saison / … belegen den 13.ten Platz in der ewigen Tabelle Unser Team ist unverzichtbarer Bestandteil der LL seit... Unser heimlicher Star heißt... Unser größter Erfolg war.. Unser größter Skandal war... Unsere Selbsteinschätzung für 2011/I lautet... Neuigkeiten rund ums Team Die Liaison zwischen den Flyers und der Lohausenliga ist wie eine Ehe: Lange schmerzhaft, ohne viel Sinn, aber irgendwann wird man für all seine Mühen belohnt – wenn man Glück hat. Wenn man Pech hat, geht es einem wie Null Null, aber das ist eine andere Geschichte. Jahrelang war das einst von Eric Hopen (Revival) und Achim Hoss (Fanatic) aus der Taufe gehobene Team eine klassische Fahrstuhlmannschaft. Oft zu gut für die zweite Liga, aber zu schwach fürs Oberhaus. Das ging auch eine Weile nach der Übernahme des Kapitänsamtes durch Stefan Neunzig vor genau sechs Jahren so weiter, obwohl da schon erste Fragmente der späteren Meistermannschaft sichtbar wurden. Nach dem letzten Abstieg (2007/II) hat es aber Klick gemacht und man ist in der darauffolgenden Saison komplett durchgestartet. Damals gelang verlustpunktfrei der Aufstieg. Seitdem geht es mit den Flyers stetig bergauf. Den Höhepunkt bilden die beiden zuletzt errungenen Wintermeisterschaften. Dass man aber auch vor Rückschlägen nicht gefeit ist, bewiesen sowohl die 0:1-Halbfinalniederlage gegen Eintracht Unglaublich (2010/I) als auch die beinah unerklärlich schwache Vorrunde 2010/II, in der es drei Niederlagen hagelte, lediglich die Revanche gegen Eintracht (2:1) gelang und ein Pflichtspielsieg über Rot Weiß (8:1) eingefahren wurde. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen musste man den Abgang von Patrick Hoven (48 Tore in 38 Spielen, jetzt: Beiersdorf, Hamburg) verkraften, zum anderen haben die Flyers einen sehr großen Kader an spielwilligen Akteuren, die alle bei Laune gehalten werden müssen, so ist Rotation Programm und die mittlerweile einstudierten Automatismen führen dadurch nicht in jeder Partie zum Erfolg. Aber zumindest auf einer Position herrscht absolute Konstanz, denn man verfügt mit Sebastian Pflügge über den besten Keeper der Liga. Darin sind sich alle Experten einig. Der ehemalige A-Junior von BV04 und Sohn der Ex-Bundesligaprofis, Heinz Pflügge, (4 Einsätze für den MSV von 1966-68) ist ein wahrer Teufelskerl zwischen den Pfosten und der Dauerbrenner im Team. Seit seinem Debüt 2005 hat er fast kein Spiel verpasst und so war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass er auch zum Finale am 18.12.2010 anreiste, obwohl er eigentlich schon mit Frau und Kind im Sauerland-Urlaub weilte. Was sich nicht allzu spektakulär anhört, bekam aber durch die damaligen klimatischen Bedingungen (Meterhoch Schnee überall) schon ein wenig den Charakter von Roald Amundsens Südpolexpedition. Als er unlängst aufgrund einer Grippe den torlosen Saisonauftakt gegen Abwärts nur vom Rand aus verfolgte, konnte er sich immerhin davon überzeugen, dass mit Spielmacher Peter Wirth (1. Hz) und Sturmtank Ralf Sövegjarto (2. Hz) durchaus brauchbarer Ersatz für das Tor vorhanden ist. Beide machten einen professionellen Eindruck und entschärften die wenigen Gefahr verheißenden Abwärts-Angriffe souverän. In Anlehnung an einen populären Simmel-Roman kamen also mit Stefan Neunzig nicht die Tränen sondern der Erfolg. Er ist ein geborener Stratege, der nur darauf gewartet hat, Verantwortung zu übernehmen (was ihm zuvor bei 00 und Abwärts nicht vergönnt war) um seinen lange in der Schublade schmorenden Masterplan in die Tat umsetzen zu können. Als er dann alle Puzzleteilchen beisammen hatte, fehlte dem Trupp nur noch ein gewisses Maß an Erfahrung, an Reife, ohne die man in der LL nicht den Titel holen kann. Die Mannschaft trägt eindeutig seine Handschrift. Stefans strikte taktische Anweisungen, scheinen den einen oder anderen Flyer zunächst zu überfordern, sind aber bloß Ausdruck seines unerschöpflichen Repertoires und seiner analytischen Fähigkeiten. Deshalb polarisiert er auch, aber das weiß er und nimmt es billigend in Kauf, denn dadurch erreicht er, dass es ihm jeder einzelne „mal so richtig beweisen“ will. Symptomatisch dafür war eine interne Taktik-Diskussion, die nach dem 0:0 gegen Abwärts aufkeimte. Einem zwar überlegen gestalteten, aber letztendlich öden und nickeligen Spiel. Hier führten die Kapitäne ihr unvergleichliches Good-Cop- (OA), Bad-Cop-Stück (SN) auf. Während Stefan Neunzig knallhart die Fehler analysierte und Verbesserungsvorschläge anbrachte, vertrat Abeln die Position der Mannschaft, die mit der eigenen Leistung zufrieden war. Am Ende hatte Neunzig wieder alle auf Linie gebracht. Genial! Da auch dies bloß Teil der cleveren Strategie sein dürfte, weiß Neunzig in Oliver Abeln einen loyalen Partner an seiner Seite. Abeln ist der einzige Akteur, der auf dem Meisterfoto keine Miene verzieht, die das empfundene Glücksgefühl widerspiegeln könnte. Aufgrund einer Verletzung konnte er im Finale nicht mitwirken, so dass er „sich nicht wirklich als Meister fühlte“. Dabei hat er seinen entscheidenden Anteil am Titel. Als das Halbfinale gegen Tipp Kick (4:3) in der Schlußphase zu kippen drohte und sich langsam Panik breitmachte, behielt Abeln seine Bierruhe und holzte einen Ball nach dem anderen in den Belgrader Nachthimmel. Doch schon droht neues Ungemach für den Co. Die Flyers dokumentieren nämlich in ihrer Statistik rührenderweise sogar ganz dezidiert jede Einsatzminute. Auch hier liegt Goalie Pflügge in Front und hat seit 2005 fast doppelt so lange auf dem Feld gestanden, wie der viertplatzierte Tobias Gehlhaar! Da wird Chefstatistiker Abeln die neue Regelung, bei der die Schiedsrichter die Wechselarien nicht mehr akribisch nachhalten müssen, sicherlich gehörig ins Schwitzen bringen. Als Motivationshilfe und als Seitenhieb auf seine langjährigen Rücktrittskoketterien bekam er den etwas sperrigen Titel: Head of Strategic Coordination of the Roadmap for the First Summer Championship of Lohausenliga after winning the Winter Seasons 2009 and 2011 verliehen. Wenn’s denn hilft, den guten Olli bei der Stange zu halten! Fazit: Ein Blick zurück belegt die Ausgeglichenheit, aber auch die „Rotationshörigkeit“ der Flyers. Elf verschiedene Torschützen, aber keiner davon tauchte ganz vorne in der Rangliste auf. Oliver Blobel war mit sechs Treffern noch der Erfolgreichste. Selbst Tausendsassa Peter Wirth traf nur 3x, dafür aber immer entscheidend in allen Super-Bowl-Spielen. Aus der Erfolgsformation ebenfalls nicht wegzudenken ist Mittelfeld-As Jens Niehl (gibt nicht nur auf‘m Platz immer 1000% sondern auch im Düsseldorfer Straßenkarneval). Bleibt abzuwarten, ob nach dem jüngsten Husarenritt einen kleinen Spannungsabfall droht. Dann könnte es in der starken Gruppe B eng werden für den Meister. Der Ligakenner hegt aber keinerlei Zweifel an der Leistungsstärke und -bereitschaft des Kaders. Die Flyers werden sich mit dem AC Flamingo ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gruppensieg liefern, müssen dann aber im Viertelfinale höllisch aufpassen, denn gegen die möglichen Gegner Lippens und Tipp Kick wurde in der letzten Vorrunde verloren. Mit ähnlich viel Glück wie zuletzt schaffen sie den Einzug unter die Top4, das Finale werden aber dieses Mal mit Sicherheit zwei andere Teams bestreiten. An der „Roadmap“ zur ersten Sommermeisterschaft muss also noch weiter gefeilt werden. Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
…ist dabei seit 1985/II / …bestreitet seine 51.te Saison / …belegt den 1.ten Platz in der ewigen Tabelle Der erste Satz, der 1985 in Sport & Humor über den Puschi-Trupp geschrieben stand, lautete: „Bei so einem Namen scheint sich das neue Team ja nicht gerade viel vorgenommen zu haben.“ Auf ähnliche Weise haben sich zuvor wohl nur die römischen Inquisitoren („Die Erde ist eine Scheibe“) und DDR-Staatschef Walter Ulbricht („Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen“) geirrt! Allerdings wurde das Selbstbewusstsein durch diese Ankündigung zunächst so erschüttert, dass man sich in Atlético umbenennen wollte, was der Autor dieser Zeilen, der übrigens auch den Namen Abwärts eingeführt hatte, durch eine konzertierte Aktion in letzter Sekunde verhindern konnte. Ob man als Atlético 85 auch dermaßen erfolgreich gewesen wäre? Mit 11 Super-Bowl-Siegen jedenfalls war Abwärts jahrelang Rekordmeister (2007/I übernahmen die Globes diese Ehre) und ist heute immer noch unangefochten auf Platz 1 der ewigen Tabelle. Doch nun droht eine atemberaubende Entwicklung von der „einstigen Kindertruppe“ (S&H 1987), über den selbsternannten FC Bayern der Lohausenliga (early 90’s) bis hin zum Rekordmeister als graues Mäuslein ein böses Ende zu nehmen. Man muss sich scheinbar wirklich Sorgen machen um die früher alles verschlingende bestia roja. Die neue Saison steht an und kein Imponiergehabe, keine Beißreflex, keine martialischen Ankündigungen an den Rest der Liga. Alles was da kam, war eine völlig blutleere Selbstauskunft, kaum schmackhafter als ein lauwarmes Brühwürstchen. Aussagen wie: „der Bessere soll gewinnen“ oder „der Star ist die Mannschaft“ kannte man bislang von besorgten Schwiegermüttern oder aus dem kleinen 1x1 für FIFA-Diplomaten, aber doch nicht von Puschi und Co. Was ist los im Staate Abwärts? Bislang war der Ligakenner der festen Überzeugung, dass die Männer um Christoph Andrees keine Vertreter der Generation Blümchensex sind. Möglicherweise ist da ein totales Umdenken angesagt. Ist man jetzt also tatsächlich schon ein Mauerblümchen, über das es laut Kapitän Puschi „derzeit wirklich nichts Interessantes zu berichten gibt.“ Wer soll denn sonst die Skandale und Anekdoten liefern, wenn nicht Abwärts? Wenigstens ist dann doch noch durchgesickert, dass sich Spielmacher Carsten Schruck nach Münster verändert hat. Die Gruppengegner dürften diese Nachricht wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Ist Schruck doch jemand, der das Spiel des Teams gelenkt und die entscheidenden Angriffe eingefädelt oder selbst abgeschlossen hat. Diese Last werden zukünftig Arne Fischer und Jörg Reineke alleine schultern müssen. Aber wie wir Puschi kennen, wird er sicher um den schussstarken Blondschopf kämpfen und wenn er ihn vor jedem Spiel eigenhändig aus Münster abholen muss. Diese Abwärtsentwicklung kommt zur Unzeit, hat das Team doch sowieso schon eine eher durchwachsene Saison hinter sich. Ohnehin wartet man bereits seit 2006/II auf den 12.ten Titel (damals 4:2 gegen Tipp Kick). Weihnachten 2009 wäre es fast soweit gewesen, aber im Gefühl des sicheren Sieges (4:1 Führung gegen die Flyers neun Minuten vor Ende der regulären Spielzeit) schenkte man den Super Bowl durch Leichtsinnigkeit her. Auch das kannte man in dieser Form noch nicht, hat sich der Trupp doch bei eigener Führung immer als äußerst clever erwiesen, dabei stets geschickt die Grenzen des Fair Plays zum eigenen Vorteil auslotend. Und 2010/II musste man erstaunliche vier Niederlagen aus sieben Spielen hinnehmen. Dass man damit dennoch beinah ins Finale gestolpert wäre, ist beachtlich genug und erinnert ein wenig an die 80er-Jahre-WM-Bilanzen der deutschen Nationalelf. Gegen die Globes hat man zum Schluß der Vorrunde böse abgeschenkt (1:8). Und im Alles-oder-Nichts-Spiel mit Kastanie gelang lediglich ein Last-Minute-Sieg (3:2). Immerhin konnte gegen den alten Rivalen, die Kittelbach Steamers, am grünen Tisch gewonnen werden, aber selbst dort nur mit 1:0! Im Viertelfinale war der Altmeister aber wieder da und zeigte seine wahre Größe: Ehrgeizig, Kompromisslos, spielerisch und kämpferisch bärenstark. Diesem taktisch geschickten, homogenen Auftritt hatte der B-Gruppenerste Flamingo rein gar nichts entgegenzusetzen und musste beim 3:1 früh die Segel streichen. Fazit: Zu solchen Kraftakten scheint Abwärts aber nur noch punktuell in der Lage zu sein. Dennoch darf man nicht den Fehler machen erste Abgesänge auf den 11-maligen Meister anzustimmen. Zwischen Platz 2 und 4 ist in der Gruppenphase alles drin. Die Aussichten stehen also ganz gut, dafür wird auch ein wiedererstarkter Jan Graf (43) sorgen. Der einzige Spieler, der von der 1985er „Kindertruppe“ übrig geblieben ist und nun an der Spitze der internen Einsatz- und Schützenranglisten einsam seine Kreise zieht. Leider gelingt es dem Ligakenner aber nicht, Abwärts auch für die Folgejahre eine rosige Zukunft zu prognostizieren. Dafür werden einfach zu oft Auflösungserscheinungen sichtbar. Immer häufiger wird über schlechtes Rückmeldeverhalten bezüglich der Spielbeteiligungen geklagt. Und Puschi Puschwadt was not amused als er auf der traditionellen Weihnachtsfeier, bislang eine Stärke der Truppe, in eine äußerst überschaubare Runde blicken musste. Spricht man mit Abwärtsspielern über die eigene Zukunft und die der Liga, hört man immer: „Ich spiele vielleicht noch ein, zwei Jahre und dann ist aber auch gut. Die Liga wird eh nicht mehr länger machen.“ Warum eigentlich nicht? Der neue Modus wirkt wie ein Jungbrunnen und hat das ganze Konstrukt revitalisiert. Was jetzt noch forciert werden sollte ist ein „Get together feeling“, wie es früher vor allem bei Partien von Fanatic, den Steamers und eben Abwärts gang und gäbe war. Bei den genannten Teams gab es darüber hinaus Mannschaftszeitungen, Partys, Tourneen, Turniere, Urlaube, Freibier, Tombolas. Diese Zeiten sind wohl unwiederbringlich vorbei, aber wenigstens sollte man schon ein wenig die Werbetrommel rühren um zumindest zu den Play-off-Spielen mehr Zuschauer in der Nordpark zu locken. Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Weiter geht es in Folge 9 mit dem Team, bei dem ein wahrer Teufelskerl zwischen den Pfosten steht …
… ist dabei seit 1977/I / …bestreitet seine 56.te Saison / …belegt den 16.ten Platz in der ewigen Tabelle Rot Weiß war nicht immer schlecht. Ganz im Gegenteil: Viele großartige Spieler, die jahrelang das Gesicht der Liga prägten, schnürten im Laufe ihrer Karriere die Schuhe für das Team der Gründerväter der Liga, Malte und Michael Beckmann: Namen wie Jörg Hampeter, Peter „die Schaufel“ Sauer, Dento, Saniti, Martin Paumen oder Klaus Müller lassen den Ligakenner mit der Zunge schnalzen. Und Malte Beckmann himself war in den Anfängen der Liga sogar Torschützenkönig mit 21 Treffern. Unvergessen auch der einmalige Auftritt von Egon Köhnen am 30. November 1985. Obwohl die Fortuna-Legende sich exklusiv in der Galerie der Familie Beckmann statt im matschigen Nordpark umkleiden durfte, wurde das Spiel mit 3:6 gegen Gras Grün verloren. Wahrscheinlich lag es daran, dass sich der Ex-Profi knapp eine Stunde warmgelaufen hat und die anderen Rot Weißen es ihm aus Verlegenheit gleichtaten. Klar, dass ihnen in der zweiten Halbzeit die Puste ausging und GGW leichtes Spiel hatte. Auch eine Meisterschaft (1982/I 7:1 gegen Tipp Kick) gehört ebenso zur Vita, wie der zweifache Komplettrückzug (1988-1993 und 2009/II). Wenn man schon von den alten Zeiten träumt, darf man nicht vergessen, dass RWL-Spiele am sehenswertesten waren, wenn Bernd „Grille“ Grillmeier mitgespielt und in der Halbzeitpause sein Autoradio ein- und ausgebaut hat. Wann wird Grille endlich reaktiviert? Immerhin stehen Paumen und K. Müller wieder im Aufgebot! Und auch Michael „Bene“ Beckmann gelang letzte Saison ein Treffer Marke „Tor des Monats“, der Erinnerungen wach werden ließ an die Zeit als Bene einer der besten „10er“ der Liga war. Ansonsten ist vom einstigen Glanz nur der größte Ligatorwart aller Zeiten, Udo Kegler (mit Unterbrechungen ein Rot Weißer seit August 1986) übrig geblieben, der in Abwesenheit von Malte (jobbt in Norddeutschland) und Michael (seit Jahren im Saarbrücker Exil) die Teamorganisation unterstützen wird. Ob er auch einen Plan B für kurzfristige Aufstellungsprobleme hat? Mitunter kurvten die Beckmänner im Auto, mit dem Kofferraum voller Fußballschuhe, durch Lohausen um Passanten zwangszurekrutieren, wenn ein Spiel in Unterzahl drohte. Auf vergleichbare Weise ist die Astro Show (mit Horst Buchholz und Elisabeth Teissier) Anfang der 80er Jahre zu ihrem Studiopublikum gekommen. Die Bilanz des Jahres 2010 ist natürlich völlig niederschmetternd für die Rot-Weißen. Gelang in der Sommersaison immerhin noch ein Sieg gegen Null Null bei einem „nur leicht“ defizitären Torverhältnis (13-36), so ereilte die RWL-Maschinerie im Winter der komplette Black out: Null Punkte bei 42 Gegentreffern und armseligen fünf selbst erzielten Toren. Das entspricht einem äußerst demotivierenden Durchschnittsergebnis von 1-8. Die Geschichte der Lohausenliga hat bewiesen, dass auf Dauer kein Trupp solche Nackenschläge verkraften kann, von daher wünscht man dem Traditionsteam - schon im Interesse der Liga - ein echtes Erfolgserlebnis, einen fulminanten Befreiungsschlag. Da Null Null aufgrund der unterschiedlichen Gruppenzugehörigkeit dafür nicht zur Verfügung steht, muss sich eben mal ein anderer Ligist „opfern“. Fazit: Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.)
Und Morgen bewerten wir die Chance des ehemaligen Rekordmeisters der Liga mal wieder ganz oben zu stehen…
Folge 6: New Globes (formerly known as Angermund Globetrotters)… …ist dabei seit 1986/I / …bestreitet seine 47.te Saison / …belegt den 4.ten Platz in der ewigen Tabelle Dass die New Globes schon immer Erfahrung hatten im „Fressen und gefressen werden“ beweist ein Blick zurück in die Anfangstage. In diesen frühen Jahren, mit weitestgehend anderer Besetzung (nur Guido Zimmermann ist von Beginn an bis heute dabei, die Pütz-Brüder seit 1988) als das spätere Meisterteam, waren die Globes ein reines Angermunder Stadtteilensemble und gern gesehenes Fischfutter. Zwischendurch musste sogar zwei Mal (Abstieg 1986/II nach einem 0:14 im Relegationsspiel gegen die zu Recht in Vergessenheit geratenen Schloßherren, sofortige Rückkehr im Sommer 87. Erneuter Abstieg 1990/II als Tabellenletzter der zweiten Liga) die Liga komplett verlassen werden. Damals hätten nicht mal Ante Sapina und seine Cafe-King-Gang darauf gesetzt, dass die Globes 20 Jahre später der Rekordchampion sein würden und doch ist es geschehen! In ihren 46. Saisons konnten sie stolze 13 Mal den Super Bowl in den Himmel recken. Vor allem in den sechs Jahren nach ihrem ersten Titelgewinn (1995/I) haben sie praktisch alles abgeräumt. Bis 2001/II war man der totale Dominator, quasi die „Kannibalen“ der Liga. Danach folgten zwar „nur“ noch vier Meisterschaften (2004/II, 2x2007, 2010/I), doch Libero Pütz fügt relativierend hinzu: „Dafür haben wir die mit Abstand meisten Play-off-Teilnahmen zustande gebracht. Wir sind sofort 1995 als Aufsteiger Meister geworden und haben es bis zum Ende des Ligensystems mit zwei Ausnahmen (jeweils 5.ter mit positivem Punktekonto und nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gescheitert) immer unter die Top 4 geschafft. Außerdem haben wir die längste ununterbrochene Erstligazugehörigkeit (1995/I-2009/I) vorzuweisen. Und wir dürften die einzigen sein, die bislang keinen Punktabzug wegen Nichtstellen eines Schiedsrichters erhalten haben!“ Faszinierend bei der Truppe ist, dass sie seit ersten Meistertagen praktisch mit unverändertem Personal antritt. Die Eingespieltheit eines Symphonieorchesters, die Quetsch, T. Pütz, S. Pütz, Bachmann, Hoff, Sons und Mertens an den Tag legen, ist ihre größte Trumpfkarte und sucht ligaweit ihresgleichen. Dazu kommt eine wahnsinnige Kampfkraft und extremer Ehrgeiz, ohne den die Erfolge gar nicht möglich gewesen wären. Als am 03. Juli 2010 der Nordpark unter 40 Grad ächzte, und sich die Finalzuschauer auf spärlichen 15 qm Schatten drängelten, fidelten die Globes das Top-Team von Flamingo mit 6:0 ab als wäre es das selbstverständlichste der Welt als Ü40-Jähriger in Gluthitze die eigenen Schmerzgrenzen zu pulverisieren. Wahrscheinlich fühlt man sich einfach so erfrischt und verjüngt, wenn man für das Gute kämpft und dabei das Blut des heiligen Zorns in den Schläfen pocht. Nicht nur in solchen Schlachten ist der alte Fahrensmann Thomas Pütz nach wie vor die treibende Kraft. Er rüttelt dort auf, wo er zu viel Selbstgefälligkeit registriert und gibt den großen Motivator. Kapitän Clemens Bachmann sagt über ihn: „So wie der Tütz raucht, dürfte er eigentlich null Kondition haben, aber zum Glück denkt er da gar nicht drüber nach.“ Pütz ist aber auch ein Grund, warum man äußerst ungern gegen die Globes spielt, und noch viel weniger entzückt ist eines ihre Matches pfeifen zu dürfen. Dabei ist Pütz privat ein ungeheuer sympathischer Zeitgenosse, der halt in den Dr.-Jekyll-und-Mr.Hyde-Modus zu schalten scheint sobald er den Platz betritt. Dabei spielt er nie unfair sondern eben mit totalem Körpereinsatz. Er ist trotz seiner 44 Jahre noch schnell und deshalb IMMER eher am Ball als der Gegner, der dann schon mal über die anschließend unvermeidliche Kollision schimpft. Aufgrund seines ausgeprägten Gerechtigkeitsempfindens lässt der ehemalige DFB-Juniorenauswahlspieler solche Anschuldigungen nicht auf sich sitzen und schon gibt es verbale Backpfeifen für den Schiri von beiden Seiten! Dabei wäre Pütz bereit jedes Foul zuzugeben, wie übrigens alle seiner Mannschaftskameraden. Verstärkungen sind bei den Globes, zu deren Stamm lediglich 12 Spieler gehören, so selten wie Lügendetektortests bei Kraftwerksbetreiber TEPCO. 2006 stieß Yves Voigt von Spirit zum Team und ist seitdem als erfolgreicher Goalgetter (Torschützenkönig 2010/II mit 13 Treffern) auffällig geworden. Er passt gut ins Team, denn Pütz & Co haben ihm, dem einst äußerst Verspielten, ein gewisses Phlegma aus- („Beweg‘ Deinen Arsch, Yves!“) und Zielstrebigkeit eingetrieben. Ein weiterer Neuzugang ist Pierre-Marcel Müller (26), seines Zeichens Mittelfeld-Stratege beim TV Grafenberg. Ihm gelangen in seiner LL-Debütsaison (2010/I) beachtliche 10 Tore, zuletzt dann aber kurioserweise nur noch eines. Dennoch ist er sehr wichtig für’s Team, wie Clemens Bachmann ausdrücklich betont. Wenn man so das weitere Aufgebot durchforstet, stolpert man über zahlreiche Karteileichen. Was man sich dort beispielsweise unter Tim Olepp (kann nie bzw. ist immer krank oder verletzt oder alles drei auf einmal) und Kevin-Lee Siegmund vorzustellen hat, bleibt abzuwarten. Fazit: Das Viertelfinalaus gegen die Flyers (3:4) war eine absolute Sensation. Nicht, weil es sich bei dem Gegner um Laufkundschaft gehandelt hätte. Vielmehr waren die Rahmenbedingungen für den Rekordmeister ideal. Als Gruppensieger traf man auf ein Team, das in der Vorrunde krass enttäuscht hatte. Dass sich die in Bestbesetzung angetretenen, ansonsten stahlharten Globes bei eiskaltem Wind und meterhohem Schnee dermaßen vom Neunzig, Abeln & Co abkochen ließen war überraschend und (für sie) enttäuschend zugleich. Wird aber in ähnlicher Form nicht wieder vorkommen. Die Globes sind höchstmotiviert diese Scharte auszumerzen und es wird ihnen gelingen, denn für sie wird jede Partie ein Tod-oder-Gladiolen-Spiel. Selbst wenn der Gegner nach ungeschlagen überstandener Vorrunde wieder Flyers heißen sollte, werden die NG gewiss unter den besten vier Teams landen. Die Chance auf Endspiel und Titel ist bei ihnen ebenfalls immer gegeben. Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.) Als nächstes blicken wir hinter die Kulissen des Teams, dem man nun wirklich mal ein echtes Erfolgserlebnis gönnt! 1985/II / 51.te Saison / 8.ter Platz in der ewigen Tabelle Fanatic dem Ligakenner näher vorzustellen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Fanatic ist ein Riese, neudeutsch würde man fast sagen, eine Marke. Jahrelang hat der Trupp nicht nur auf dem Platz sondern auch auf der Ratinger, in Blauwal und Café Sachse oder auf allen Feten bestimmt, wo es langgeht. Wenn es Fanatic nicht geben würde, müssten sie erfunden werden. Leider zieht sich der ehemalige Sommersaisonabonnementsmeister für seine Exzesse mittlerweile in die Türkei zurück und hofft so, dass nur wenig Peinliches ans Licht der Öffentlichkeit gerät. Ganz anders war das 1986 als man zum ersten Mal in die 1. Liga einzog. Die Aufstiegsfeier, die nur bis 21 Uhr dauern sollte, da es Sonntag und bereits nachmittags losgegangen war, artete aus. Nachdem das reichliche Faßbier leer war, wurde Flaschenbier besorgt und in die leeren Fässer gekippt, damit wieder Faßbier da war. Plötzlich kam die Polizei und alle mussten flüchten. Dem ruckartigen Ende der Feier folgte ein schlimmer Spießrutenlauf mit Polizei, aufgebrachten Nachbarn und Eltern. Einige Fanatics irrten danach durch Lohausen und fielen in die Vorgärten. Dass man es ein halbes Jahr später als frischgebackener Meister noch viel derber krachen ließ, beweist noch heute eine kleine Beule am Super-Bowl von der - der Legende nach - „nur Fanatic weiß, woher sie stammt“. Fazit: Wertung: (6 Bälle = Absoluter Titelfavorit, 5 Bälle = Mitfavorit mit guten Chancen, 4 Bälle = Stark, mit Blick ins Viertelfinale, 3 Bälle = graue Mittelfeldmaus, 2 Bälle = Obacht, Blick nach unten, 1 Ball: Vorrundenplatz 7 ist gebucht.) Ausblick: Als nächstes wird eine Abhandlung über die Kannibalen der Liga folgen! 1990/II / 41.te Saison / 9. Platz in der ewigen Tabelle Unser heimlicher Star heißt... Unser größter Erfolg war.. Unser größter Skandal war... Unsere Selbsteinschätzung für 2011/I lautet... All-time-Statistik Neuigkeiten rund ums Team Eines muss man Ente Lippens zugutehalten: Wo früher vom Ligakenner vereinzelt Mimosenhaftigkeit konstatiert werden musste, ist heute anspruchsvoller Humor, ja fast schon feinste Selbstironie zu verzeichnen. Nicht zuletzt davon kann man sich auf der hauseigenen Facebook-Seite ein Bild machen. Insgesamt findet dort ein reger Austausch zwischen Akteuren, Angehörigen und Fans statt. Auch Ex-Spieler oder Gegner kommen zu Wort. In kleinen Filmchen kann man sich an den Statements erfreuen, die den Spielern unmittelbar nach ihrem Einsatz in Matsch und Schnee abgerungen wurden. Absolut sehenswert! Es wäre äußerst belebend, wenn sich andere Alt-Ligisten ein Beispiel an den modernen Kommunikationsformen nehmen würden. Mit ihrer lebhaft-aktiven Online-Community befinden sich die Multimedia-Pioniere von Lippens sehr weit vorne. Nicht ganz vorne, aber zumeist gut platziert sind die Enten nunmehr seit 21 Jahren in der Liga. Im Nachhinein kann man die einzige Meisterschaft 1993/II, als man den damaligen Seriensieger Abwärts in einem hochdramatischen Finale (13:12 n.E.) bezwingen konnte, als „lucky punch“ einordnen. Obwohl man das typische Auf und Ab vieler Mannschaften vermeiden und sich zumeist stabil unter den Top 10 halten konnte, jagt man seit 17 Jahren vergeblich dem „zweiten Stern“ hinterher. Während Männer der ersten Stunde, wie Peter Paschke (häufig unterschätzt, aber ungemein wichtig), Mario d’Aloisio und Norman Menzel nach wie vor unverzichtbarer Bestandteil des Teams sind, kann man unter www.entelippens.de schön nachvollziehen, wie aus ehemaligen (Meister-)spielern der goldenen 90er zunächst Reservisten (Drewitz, Tutaß, Weiler, Krümpelmann) wurden bevor man (als Höchststrafe?) den Stempel Fan (Stefan Korff) aufgedrückt bekommt. Fazit: Die neue Kapitäne Boris Bartels und Patric Fassbender haben das Amt von Peter Paschke übernommen, der sich zukünftig mehr auf seine Tätigkeit als LSV-E-Jugend-Trainer konzentrieren möchte. Bartels und Fassbender werden mit ruhiger Hand Piets erfolgreiche Arbeit fortführen, gleichzeitig aber auch für Belebung sorgen. Zum Erfolgsrezept gehört, dass um die Urgesteine herum der Kader sukzessiv mit Leistungsträgern „gescheiterter“ Ligisten verstärkt wird. Das begann mal mit Bartels selbst (Ex-Brombären, Ex-Ugly-Nobby-Stiles). Später kamen Ansgar Kortum (Excelsior), Tobias Buntenbroich (Young Boys) oder Branko Jurkin (Null Null, mittlerweile zu SoP geflüchtet) dazu. Als Volltreffer erwiesen sich auch Frank Merry (putzt Strafraum und gegnerische Schienbeine sauber, wie sein Arbeitgeber ISS den DEG-DOME) und Peter Ambos (Top-EL-Torjäger mit 6 Treffern). Spieler, die sich in der Vergangenheit nicht an die internen Regeln gehalten und nicht über das state-of-the-art-Anmeldesystem auf der Homepage ihre Beteiligungen angekündigt haben, wurden „aussortiert“. Ob das der Grund ist, warum Top-Youngster Yannick Esken zuletzt nicht mehr im Aufgebot stand, ist nicht bekannt. Der junge Stürmer könnte den Enten die Wartezeit auf den zweiten Stern verkürzen. Denn auch wenn auf dem Weg zur Qualifikation für das Viertelfinale keine Hürden auszumachen sind, wäre der Einzug in die Vorschlußrunde eine Riesenüberraschung, auch wenn die Enten an einem perfekten Tag jedes Team besiegen können. Wertung: In der nächsten Folge stellen wir das Team vor, dass den ursprünglichen Spirit der Liga am besten verkörpert! 1980/I / 61.te Saison / 7. Platz in der ewigen Tabelle Morgen erfahren wir, wer mimosenhaft begonnen und sich zum humorvollsten Team der Liga entwickelt hat, aber zuvor noch die…
2009 / 5.te Saison / 49. Platz in der ewigen Tabelle Folge 1: Spirit of Pelé… …ist dabei seit 1993 / …bestreitet seine 33.te Saison / …belegt den 20.ten Platz in der ewigen Tabelle Drei Jahre nach ihrer Gründung waren Spirit noch das schlechteste Team der gesamten Liga (Platz 6 in LL3). Damals hieß es in Sport & Humor zur Saison 96/1: „Die Siege sind an einer Hand abzuzählen. Gleichwohl steckt Coach Stephan Bischoff nicht auf. Vielleicht kommt ja doch noch der Durchbruch. Man glaubt es aber leider nicht mehr.“ Bis zur ersten und bislang einzigen Meisterschaft 2004/I hat es dann aber nochmal 8 Jahre gedauert. Meilenstein und zugleich Wendepunkt auf diesem Weg war die Ankunft des damals 16-Jährigen Sebastian Stemmer (2002/I). Der ehemalige Fortuna-Jugendspieler ist im Laufe der Jahre zum Primus Inter Pare bei Spirit of Pelé avanciert. Laut des rührigen Kapitäns, Stephan Bischoff, liegt Stemmer inzwischen „ganz weit vorne“. Und das nicht nur statistisch betrachtet bei „Einsätzen und Toren“ sondern auch als gute Seele des Teams „beim Trikotwaschen, Tränen vergießen, Tor tragen und Eintagsfliegen anschleppen“. Fazit: Ob die Truppe ihre starke Vorsaison bestätigen und ihr Saisonziel erreichen kann, hängt in erster Linie davon ab, ob der wieder ranke und schlanke Stemmer sich auch weiterhin in Spiel- und Torlaune (12 Treffer in 2010/II) präsentieren wird. Noch forschen die Opponenten nach geeigneten Mitteln um den Mann, der gerne mit großen Schritten durchs Mittelfeld pflügt, wie Obelix durch römische Kohorten, zu stoppen – bislang aber vergeblich. Wenn dann noch Stemmers zuletzt wieder aktivere, kongenialer Partner, Arno Zimmermann, und der torgefährliche Alex Friedrich dabei sind, gehört die Spirit-Offensive zur Creme de la Creme der Liga. Dann, aber nur dann, führt der Weg zur Meisterschaft ausschließlich über Spirit of Pelé. In Gruppe A wird es erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Globes um Platz 1 geben. Wertung:
Beim nächsten Mal beschäftigen wir uns mit der Mannschaft, die es schneller als alle anderen in die 1. Liga geschafft hat.
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